Psychologische Astrologie vs. Traditionelle Astrologie

Wir dürfen nicht vergessen, dass Astrologie auch im Westen eine sehr lange Tradition besitzt. Bis in das 18. Jahrhundert hinein besaß sie sogar Lehrstühle in verschiedenen Universitäten in Europa. Erst nach dem Einzug des kartesischen Aufklärungszugs wurde sie aus den Lehr- und Forschungsanstalten endgültig verbannt, was den Inhalt und die Qualität des astrologischen Wissens in Mitleidenschaft zog und die Astrologie zu einer Art Unterhaltungskolumne in diversen Zeitschriften verkommen ließ.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wächst das Interesse an der seriösen Astrologie jedoch weiter. Seit dem wurden neue astrologische Richtungen und Methoden entwickelt, hauptsächlich psychologische Astrologie, die auf die Archetypenlehre von Carl Gustav Jung zurück geht, aber auch Kosmobiologie von Reinhold Ebertin, die Huber Schule, die Hamburger Schule, aber auch die esoterische Astrologie, die sich hauptsächlich auf die Werke von Alice Bailey und Alan Oken beruht.

Obwohl die psychologischen und spirituellen Bezüge dieser Richtungen eine Erweiterung des astrologischen Horizonts darstellen, bleiben sie öfters in konkreten Krisensituationen im Leben unzureichend, in welcher der Mensch eine konkrete und klare Antwort oder Richtungsweisung benötigt, aber nicht unbedingt die tiefenpsychologischen oder gar die metaphysischen Zusammenhänge einer Situation.

Es gibt im Abendland seit ca. 30 Jahren eine Bewegung, das alte, traditionsreiche astrologische Wissen aus der antiken Welt (hellenistische Astrologie) und aus dem Mittelalter (klassische Astrologie) neu zu entschlüsseln und an unser modernes Zeitverständnis anzupassen. Allem voraus ist hier die Stundenastrologie zu nennen, die den Hilfe Suchenden - bezogen auf konkrete Fragen in verschiedensten Lebenssituationen eine klar definierte Antwort und Handlungsrahmen gibt.

Die traditionellen astrologischen Methoden stellen einen fast unerschöpflichen Wissensschatz für die modernen Astrologen dar und sind meiner Meinung nach ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen astrologischen Wissens.

Astrologen-Kollegen, die mich in meinem Werdegang als Astrologin sowohl persönlich als auch fachlich begeistert und inspiriert haben:
Bernadette Brady, Howard Sasportas, Robert Hand, Robert Schmidt, Stephen Arroyo, Karen Hamaker-Zonntag, Erik van Slooten, Diane L. Cramer, Dorian G. Greenbaum, Melanie Reinhardt, Zane Stein, Raymond A. Merriman und viele andere